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Lapidary-Museum

In der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa): Das Lapidarium mit seinen mittelalterlichen Architekturfragmenten

In der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa):
Das Lapidarium mit seinen mittelalterlichen Architekturfragmenten

Das englische „lapidary“ leitet sich von dem lateinischen Wort „lapis“ = Stein her. Es ist kunstvoll bearbeitetes Steinwerk mittelalterlicher Bürgerhäuser, Kirchen und Paläste, das in diesem vermutlich aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammenden Haus ausgestellt wird. Das kleine zweistöckige Gebäude im gotischen Stil, dem einige Elemente der italienischen Renaissance beigefügt wurden, gehörte zum weitläufigen Komplex der Sophienkathedrale und diente ursprünglich Pilgern als Herberge.

In der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa): Das Lapidarium mit seinen mittelalterlichen Architekturfragmenten

Nur ein Bruchteil der wertvollen Architekturtrümmer, die namentlich nach der brutalen Umgestaltung Nicosias durch venezianische Militärarchitekten in den sechziger Jahren des 16. Jahrhunderts angefallen waren, wurde gerettet und einiges davon fand später den Weg in das Museum. Schon die englischen Kolonialbehörden hatten hier seit 1905 steinerne Fundstücke (Sarkophage, ein gotisches Maßwerkfenster, Säulen, Basen, Kapitelle, Wappenschilder, Statuen, Reliefs) zusammengetragen und ab 1940 die Besichtigung ermöglicht. Aber erst seit 2003 kann man wirklich von einem Museum sprechen: Das Haus war zuvor von Grund auf renoviert und mit erläuternden Zeichnungen und Texten ausgestattet worden. So erfährt man nun, woher die mittelalterlichen Zeugnisse stammen, wie sie entstanden und welchen Zwecken sie dienten.

In der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa): Das Lapidarium mit seinen mittelalterlichen Architekturfragmenten

Das Haus ist nur montags bis freitags von 9 – 14 Uhr geöffnet.

 



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