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Reiseführer Nordzypern

Korucam

In der Kirche von Korucam.jpg (18806 Byte)
In der maronitischen Kirche von Korucam

In diesem großen Bauerndorf lebt die Mehrzahl der in Nordzypern verbliebenen christlichen Maroniten. Andere Mitglieder ihrer von Jahr zu Jahr schrumpfenden Gemeinde bewohnen die einige Kilometer südöstlich gelegenen Dörfer Karpasa und Özhan. Korucam, das einst 2000 Einwohner zählte, war das Zentrum der maronitischen Kultur Zyperns. Heute leben hier noch etwa 150 Maroniten. Viele Häuser sind unbewohnt, manche schon verfallen. Doch an Sonn- und Feiertagen und während der Sommerferien belebt sich der Ort. Es sei dann "fast wie früher", meint der Mukhtar, der Bürgermeister Korucams. Des Rätsels Lösung: aus der 6000 Seelen zählenden, überwiegend im griechischen Sektor Nicosias lebenden Maronitengemeinde zieht es Familienangehörige in ihre angestammte Heimat, "denn", so der Mukhtar, "die Wurzeln aller Maroniten sind hier!" Auch die ungewöhnlich große, dem heiligen Georg geweihte Kirche füllt sich dann wieder bis auf den letzten Platz. Das Gotteshaus stammt aus dem 15. Jahrhundert. 1940 wurde der ramponierte Bau von Grund auf renoviert. Sechs Jahre arbeiteten die Dorfbewohner unter der Leitung eines italienischen Bauingenieurs an der Wiederherstellung der Kirche, finanziell unterstützt vom Oberhaupt der maronitischen Kirche im Libanon.

 



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