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Reiseführer Nordzypern

Hibiscus

Wie viele andere in Zypern anzutreffende Kultur- und Zierpflanzen zählt auch der Hibiscus (Eibisch nennt man ihn im Deutschen) zu den sog. "allochthonen" d. h. nicht am Fundplatz heimischen Pflanzen. Andere sind die Bougainvillea, die Eukalyptusbäume, Agaven, Kakteen, Tomaten, Mais etc. Sie sind Einwanderer zumeist aus Asien und Amerika, die dem bescheidenen "harten Kern" einheimischer ("autochthoner") Kulturpflanzen wie Ölbaum, Weinrebe, Johannisbrot-, Feigen-, Mandelbaum erst zu der landesweiten Artenvielfalt verholfen haben, die heute ins Auge fällt. Das Vegetationsbild Zyperns ist also nicht mehr ursprünglich, vielmehr ist es eine Mischung aus Zuwanderern (mehrheitlich), die hier gut gedeihen und den seit jeher hier heimischen Kulturpflanzen, die längst in der Minderheit sind.

Hibiscus

"Blumen der schönen Träume"

Der Eibisch (Hibiscus) zählt zur Gattung der Malvengewächse (Malvaceae), wozu übrigens auch die Baumwolle, die wichtigste Faserpflanze der Welt, gehört. Man nimmt an, dass die Urheimat des Hibiscus in den kontinentalen Regionen Chinas zu suchen ist. So heißt denn auch die populärste aller Hibiscusarten "Chinesischer Roseneibisch" (Hibiscus rosa-sinensis), den man wie selbstverständlich der "autochthonen" Mittelmeerflora zuordnen möchte, stößt man doch in nahezu jeder Ferienregion rund ums Mittelmeer auf seine großen, scharlachroten Blüten, die aus dunkelgrünem, oberseits glänzendem Blattwerk hervordrängen. Auffallend auch seine langgestreckte, mit zahlreichen Staubblättern besetzte Griffelsäule. Die prächtigen, einen Durchmesser von 12 - 15 cm erreichenden Blüten, heißen auf manchen Südseeinseln "Blumen der schönen Träume", mit denen sich die Insulanerinnen zum Tanz schmücken und in vielen Gegenden Ostasiens werden sie bei Tempelbesuchen als Blumenopfer dargebracht. Doch die Farben- und Formenpracht ist nur von verblüffend kurzer Dauer, denn schon nach einem Tag welken die Blüten ab.


Die Gattung Hibiscus aus der Familie der Malvaceen umfasst etwa 300 sehr anpassungsfähige, verschiedenfarbige, manchmal gefüllte Arten, die an sehr unterschiedlichen Standorten wie Mangrovenwäldern, Savannen, Wüsten, aber auch europäischen Vorgärten gedeihen und dabei in Anpassung an ihre jeweilige Umwelt die Wuchsformen verändern - von halbstrauchig über strauchig bis baumförmig, teilweise intensiv stachelig, wie man es nur von Rosenarten kennt.

 



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