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Reiseführer Nordzypern

Gigantische Steinmonolithen

In einem entfernten Winkel der Ausgrabungsstätte liegen zahlreiche Königsgräber aus der Frühzeit der Besiedlung von Salamis. Einige von ihnen sind dreitausend Jahre alt, aber trotz ihrer Bedeutung ebenfalls kaum besucht. Archäologische Schätze, die anderswo längst Weltkulturerbe wären, liegen hier im wahrsten Sinne des Wortes brach. Das Grab Nummer fünfzig ist das eindrucksvollste Monument des Gräberfeldes. Der älteste Teil, vor drei Jahrtausenden errichtet, besteht aus zwei riesigen Steinmonolithen. Der davorliegende Eingangsbereich ist so groß wie eine Kapelle und besitzt ein vollständig erhaltenes Gewölbe, das aus mannshohen Quadern errichtet ist.

Nordzypern Famagusta Ausgrabungsstätte
Nur ein winziger Teil der riesigen Ausgrabungsstätte

Durch ein Gelände mit wild wachsendem Hafer sucht man sich einen Pfad zu weiteren herrschaftlichen Gräbern, die einst mit mächtigen Steinplatten verschlossen waren. Noch schwerer zu finden ist die Nekropolis Cellarka, ein antiker Friedhof für die einfacheren Bewohner von Salamis. Er liegt versteckt am Ende eines Feldweges, die Hinweisschilder sind umgeworfen oder überwuchert. Hunderte von Grabstätten wurden hier in den Fels gehauen und durch Treppen und Mauerwerk ergänzt. Nun liegt dieser einzigartige Friedhof völlig verlassen, der Besucher ist allein mit Echsen und Ameisen und muß aufpassen, dass er durch einen Fehltritt nichts zerstört oder gar in ein verdecktes Grab einbricht.

N ordzypern Famagusta Golden Beach
Der Golden Beach trägt seinen Namen zu Recht

Zwanzig Kilometer nördlich von Salamis beginnt die große Einsamkeit in einer der schönsten Landschaften von Zypern. Wie ein riesiger Stachel ragt die Halbinsel Karpaz fast hundert Kilometer weit aus dem nordöstlichen Zypern ins Meer hinaus. Getreidefelder bestimmen zunächst das Bild dieser archaischen Landschaft, später immer häufiger abgelöst durch Olivenhaine, niedriges Gestrüpp und steiniges Brachland. Kinder hüten Schafe, und wilde Esel stehen allein oder in Gruppen im Schatten eines Baumes. Es gibt keine Gehöfte, nur gelegentlich ein winziges Dorf und zwei, drei schlichte Übernachtungsmöglichkeiten. Die Strände sind ebenso großartig wie einsam. Der zwei Kilometer lange „Golden Beach“ kurz vor der Spitze der Halbinsel ist mit seinen gewaltigen Dünen und dem glasklaren Wasser zweifellos der schönste der gesamten Insel.

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