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Martinengo-Bastion
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Die einer Speerspitze gleich aus der Stadtbefestigung hervorstechende Bastion war unter architektonischem Blickwinkel Schlusspunkt einer Entwicklung, die bis Ende des 18. Jahrhunderts unübertroffen blieb. Der heute wieder zugängliche Wehrbau, ein akkurat angelegtes Steingebirge von unglaublicher Wehrhaftigkeit, beeindruckt allein schon durch seine schiere Größe. Ercole Martinengo, der Ingenieur aus Brescia, der die von Giovanni Girolamo Sanmichele angeregten Arbeiten ausführte und der Bastion den Namen gab, ließ Facen (Seiten) von 95 bzw. 85 m Länge errichten mit Mauerstärken bis zu 6 m.
1 Face / 2 Flanke / 3 „Ohren“
/ 4 Geschützstellungen /
„Orecchioni“ und „Spiragli“ War beim Ausbau der
Südwestbastion an Girnes Seefestung noch auf „orecchioni”
(Ohren) verzichtet worden, sollte diese höchst wirkungsvolle bauliche
Erweiterung an der Martinengo-Bastion nicht fehlen. „Ohren“
wurden durch eine eckige (wie hier) oder bogenförmige Verlängerung
(wie bei den Bastionen von Nicosia) der Facen gebildet. Sie verhinderten
seitliches Feuer auf die in den Flanken aufgestellte Artillerie. |