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Ihr Gelände gegenüber
dem Dervis Pascha Haus ist noch nicht lange der Öffentlichkeit
zugänglich. Viele Jahre war es ein Teil des grenznahen militärischen
Sperrbezirks.

Der gotische Kirchenbau stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente bis
zur osmanischen Eroberung Zyperns (1570/71) der Benediktinerinnen-Abtei "Unserer Lieben Frau von Tyros" als Kapelle. Unter den Osmanen
war sie zunächst staatliches Salzlager, um später in den Besitz
der armenischen Gemeinde überzugehen. Mit dem überstürzten
Auszug der Armenier aus ihrem Wohnquartier rund um die "Victoria
Street", der heutigen Sehit Salahi Sevket Sok. in den sechziger
Jahren des 20. Jahrhunderts, verfielen Kirche und dazugehörige
Bauten zusehends.
Die der heiligen Jungfrau Maria
geweihte Kirche bewahrt noch zahlreiche Grabsteine von Adligen, Rittern
und großen Frauen aus der Zeit der Lusignans, darunter auch das
Grabmonument der 1340 verstorbenen Eschive de Dampierre, Äbtissin
des Benediktinerinnen-Konvents. Der große Bau hinter der Kirche,
war lange Zeit private Residenz der prominenten armenischen Familie
Melikian. Entwurf, Ausstattung und Farbenfreude ihrer mehr als vierzig
Zimmer galten früher als reizvolles Beispiel für einen äußerst
seltenen türkisch-europäischen Mischstil.
Eine entschlossene Rettungsaktion
für den Erhalt dieses bedeutenden Gebäudekomplexes wäre
ein Gewinn für die Altstadt.
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