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Inmitten von Ying und Yang

Von der nördlichen Endstation der U-Bahnline 1 geht es nach kurzer Taxifahrt zum Pomo-sa (Tempel). Wo tags zuvor noch Tausende das Buddhafest feierten, herrscht nun würdevolle Stille. Hunderte von Lampions geben stumm Zeugnis von der vergangenen Feier. Aus den Tiefen der Tempelanlage kann man das rhythmische Aufeinanderschlagen von Hölzern und den meditativen Gesang der Mönche vernehmen. Zusammen mit den Gebäuden, dem Licht der Vormittages und der Landschaft stellt sich eine Stimmung ein, die mir wohl am nachhaltigsten auf dieser Reise in Erinnerung bleiben wird. In solchen Momenten versteht man den Namen, der Korea in alter Zeit gegeben wurde: das "Land der Hohen Schönheit".

Korea / Pusan / Pomo-sa
Pomo-Sa (Tempel) bei Pusan

Humor und Seifenopern

Es wird gesagt, dass die Koreaner zu den herzlichsten Menschen ganz Asiens gehören - aufgrund ihres ausgeprägten Sinns für Humor und ihrer Emotionalität. Einen Eindruck davon erhält jeder, der das koreanische Fernsehen verfolgt, und das tut man zwangsläufig: in jedem Restaurant gleich welcher Preiskategorie, in jedem Geschäft, egal ob in Seoul oder auf dem Lande, in den Warteräumen der Busbahnhöfe und sogar an der Rezeption des Yogwan: überall ist ein Fernseher eingeschaltet und pausenlos flimmert eine jener koreanischen Seifenopern über den Bildschirm. Die Zuschauer reagieren oft sehr bewegt - vor allem Frauen greifen immer wieder mal zum Taschentuch. Doch selbst der dynamische Jung-Businessman schaut aufmerksam zu und sein Gesicht zeigt deutliche Regungen - je nach Handlung.






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