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Durch den sonnigen Südosten -
Von Dublin nach Cork

Die Strecke zwischen den beiden größten Städten des Landes führt durch die Wicklow Mountains, eine der schönsten Wanderregionen Irlands, zu langgezogenen Sandstränden und in mittelalterliche Ortschaften wie Wexford und Kilkenny.

Wir verlassen Dublin über die N11 Richtung Süden, der nette kleine Ort Enniskerry
lädt zu einem ersten Stop ein. Etwas außerhalb Powerscourt Gardens, eine schmucke Gartenanlage mit mehreren Teichen. Nicht weit entfernt der Powerscourt Waterfall, dessen Umgebung zu Spaziergängen einlädt. Über Roundwood, wo das Roundwood Inn erste Adresse für gutes Essen ist, erreichen wir Glendalough, eine berühmte frühchristliche Klostersiedlung, deren Seen und Berge zu kürzeren oder längeren Wanderungen verlocken (s. Foto). Der kleine Ort Laragh unmittelbar davor ist ausgezeichnet als Basis für Wanderungen in den Wicklow Mountains geeignet, sei es in nördlicher Richtung an einem tollen Wasserfall und Hochmooren vorbei nach Sally Gap; sei es durch das langgestreckte Glenmalure-Tal südwestlich von Laragh. Unser weiterer Weg führt uns über Rathdrum durch das Avoca-Tal, wo bei Avoca Handweavers eine große Auswahl an Decken und Pullover direkt ab Fabrik verkauft wird. Bei schönem Wetter sollten Sie die nördlich des Küstenstädtchen Arklow gelegene Britta's Bay mit ihren herrlichen Dünen nicht versäumen - und sei es nur für einen Strandspaziergang. Über Gorey und Ferns erreichen wir Enniscorthy am Ufer des River Slaney. Raymond der Dicke errichtete hier im 13. Jh. ein Schloß, das heute ein Regionalmuseum beherbergt. Die Gegend ist übrigens für ihren Erdbeeranbau bekannt, vielleicht kommen Sie ja gerade hierher, wenn wie jedes Jahr das Erdbeerfestival gefeiert wird.

Wexford atmet mit seinen kleinen Gassen noch ein wenig mittelalterliches Flair, Naturliebhaber können das nahegelegene Naturschutzgebiet aufsuchen.

Weiter in südlicher Richtung lockt Johnstown Castle einen Abstecher oder auch die langen Sandstrände von Rosslare. Über Wellingtonbridge erreichen wir auf der R 733 die gotische Ruine von Tintern Abbey, die vor allem Kunstfreunde interessieren wird. In Templetown erinnert eine malerische Ruine an die Templer, die sich hier im 13. Jh. niedergelassen hatten, aber schon bald vertrieben wurden. Freunde mittelalterlicher Ruinen kommen aber auch im weiteren Verlauf auf ihre Kosten. Sei es im folgenden Ballyhack Castle oder bei Dunbrody Abbey, die zu den schönsten Beispielen mittelalterlicher Klosterarchitektur zählt. Vorbei am John. F. Kennedy Memorial Park mit tausenden von Baum- und Straucharten erreichen wir das am River Barrow gelegene New Ross, wo zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Über Waterford, dessen Glasfabrik einen Besuch wert ist, gehts nun weiter in nördlicher Richtung. Wer sich für frühchristliche Kultur interessiert, der muß einige kurze Abstecher von der N9 unternehmen: sei es zum Rundturm von Kilree, ins mächtige Kells oder gar ins mittelalterliche Städtchen Callan. Kurz vor Kilkenny werden Sie in Bennettsbridge fündig, wenn Sie an hochwertigem irischem Kunsthandwerk Gefallen finden.

Recht trubelig gehts im Sommer in Kilkenny zu, doch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants lohnen den Aufenthalt.

Swiss Cottage
Das Swiss Cottage außerhalb von Cahir 

Über die R693 kommen wir bei Urlingford auf die N8, auf der wir rasch den berühmten Rock of Cashel erreichen. Nicht weit entfernt Cahir mit einer der eindrucksvollsten Burganlagen Irlands und dem skurrilen Swiss Cottage. Über Clogheen erreichen wir eine reizvolle Panoramastraße durch die Knockmealdwon Mountains, The Vee, die durch kahle Moorlandschaften führt. In Lismore steht die Entscheidung an, entweder über Dungarvan, Ardmore und Youghal zu fahren oder auf direktem Wege nach Midleton. Die Jameson-Brauerei sollten Sie hier nicht auslassen. Bevor Sie ins Stadtleben von Cork eintauchen, lohnt ein Abstecher nach Cobh, dessen Auswanderer-Museum beeindruckt. Sie können sich hier auch ein Zimmer suchen und bequem mit der Bahn Cork erkunden.

Daue : Wer sich nirgends lange aufhält, dem genügen 3 Tage für diese Tour. Sich eine Woche Zeit zu nehmen, ist jedoch empfehlenswert.



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