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Newgrange

Vermutlich 5000 Jahre ist dieses steinzeitliche Ganggrab alt, das zu den bemerkenswertesten seiner Art in ganz Europa zählt. Schon von weitem ragt der Erdhügel aus der Ebene, der knapp 100 m im Durchmesser misst und 11 m emporragt. Seinem damaligen vermutlichen Aussehen entsprechend ist die äußere Stützmauer mit weißen Quarzsteinen bedeckt, die einst aus großer Entfernung hierher geschleppt worden sein müssen, da derartiges Gestein in der näheren Umgebung nicht zu finden ist. Steine rings um die Grabanlage sollten wohl verhindern, dass die mächtige Erd- und Gesteinsmasse nach außen hin wegbricht. Einige von ihnen sind mit Ritzungen versehen, deren Bedeutung bis heute nicht klar ist. Der eindrucksvollste dieser Steinblöcke - mit Spiralen, Rauten und anderen Mustern verziert - liegt vor dem Eingang des Ganggrabs. Über diesem Eingang befindet sich eine zweite Öffnung, durch die am 21. Januar, am Tag der Wintersonnenwende, die ersten Lichtstrahlen für ca. 15 Minuten direkt in die innere Grabkammer leuchten. Heute wird dieser Vorgang mit künstlichen Lichtquellen nachgeahmt, denn am 21. Dezember sind über Jahre hinaus alle Plätze vergeben. Ein 20 Meter langer Gang, begrenzt von 42 zwischen 1,50 und 2,40 Meter hohen Menhiren führt in die zentrale Grabkammer, von der drei weitere Grabnischen kleeblattförmig abgehen. Bis heute lässt das mächtige Steindach keinen Regentropfen durch, selbst bei langandauerndem Regen. Steinbecken in den Seitenkammer bargen Asche und Knochen von Toten sowie Grabbeigaben.

17 km westlich von Drogheda

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