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Geschichte Irlands

Um 8000 v.Chr. Vermutlich erreichen die ersten Menschen Irland von Schottland her.

Ab 3500 v. Chr. Eine hochentwickelte Megalithkultur mit ihren Dolmen und Ganggräbern wie z.B. in Newgrange zeugt vom Sesshaftwerden der einstigen Jäger und Sammler.

2000 v. Chr. Beginn der Bronzezeit

500 v. Chr. Keltische Stämme unterwerfen vom Kontinent her die Insel und bringen eine höher entwickelte Kultur mit. Beginn der Eisenzeit.

432 n.Chr. Der hl. Patrick landet in Irland und setzt die vorher bereits einsetzende Christianisierung der Insel erfolgreich fort.

6.-8. Jh. Blüte des Mönchstums, zahlreiche Klostersiedlungen entstehen. Irische Mönche missionieren erfolgreich auf dem Kontinent.

ab 795 Immer wieder Überfälle von Wikingern, die im 9. Jh. mehrere Siedlungen gründen.

1002    erklärt sich Brian Boru, König von Munster, zum Hochkönig von Irland

1014 besiegt das Heer von Brian Boru die Wikinger, der König selbst wird in der Schlacht getötet

1169 Nach einem Hilfsersuchen des abgesetzten Königs von Leinster, Dermot MacMurrough, an den englischen König Heinrich II. erobern Anglonormannen unter dem Kommando von Strongbow große Teile der Insel - der Ausgangspunkt des bis heute andauernden Irland-Konflikts. Die Normannen errichten zahlreiche Burgen und befestigte Siedlungen.

Innisfallen, Killarney Area, Irland, Klosterbauten aus dem 12. und 13. Jh.

Auf der Insel Innisfallen bei Killarney,
Klosterbauten aus dem 12. und 13. Jh.

1366 Mit den 'Statuten von Kilkenny' will England die zunehmende Assimilierung der normannischen Feudalherren verhindern.

1394 Die irischen Könige unterwerfen sich Richard II. von England

1536 Heinrich VIII. wird König von Irland. Nach seinem Bruch mit der katholischen Kirche werden Hunderte von Klöstern in Irland säkularisiert.

Ende 16. Jh. Trotz Unterstützung durch die spanische Armada scheitern die Aufstände gegen Elisabeth I. von England.

1607 Mit der sog. 'Flucht der Grafen', der Führer der mächtigsten Clans von Ulster, ist die alte gälische Kultur endgültig unterlegen.

Erste Hälfte 17. Jh. Systematische Ansiedlung protestantischer englischer und schottischer Siedler in der Provinz Ulster (Plantations).

1641-1650 Aufstände gegen die Engländer münden in einen blutigen Feldzug Cromwells (1649).

1690 Der katholische Jakob II. versucht, vom protestantischen Wilhelm von Oranien den Thron zurückzugewinnen, scheitert aber in der Schlacht am Boyne bei Drogheda. In der Folge werden Katholiken vom Recht auf Landbesitz und vom staatlichen Leben ausgeschlossen (Penal Laws).

1782 Auf Druck der irischen Protestanten erkennt England ein eigenständiges Theobald, Wolfe Tone - im French Armada Exhibition Centre im Bantry House in Bantry Parlament in Dublin an. Beeinflusst durch die Ideen der Französischen Revolution Aufstände der United Irishmen unter Führung von Wolfe Tone, die aber erfolglos bleiben.

1797-1798 Beeinflusst durch die Ideen der Französischen Revolution Aufstände der United Irishmen unter Führung von Wolfe Tone, der nach dem Scheitern Selbstmord begeht.

1800-1801 Das Dubliner Parlament wird wieder aufgelöst, das 'Vereinigte Königreich von England und Irland' ausgerufen.

1803 Erneuter Aufstand gegen die Briten. Anführer Robert Emmett wird in Dublin hingerichtet.

1823 Gründung der Catholic Association durch Daniel O'Connell (“the Liberator” – “der Befreier”) dessen katholische Massenbewegung erste Erfolge in der rechtlichen Gleichstellung der Katholiken erzwingt. 1829 werden die anti-katholischen Penal Laws aufgehoben.

1845-1850 Die 'Große Hungersnot' kostet über eine Million Menschen das Leben. Ungefähr die gleiche Anzahl Iren ist zur Auswanderung gezwungen.

2.Hälfte 19. Jh. Mehrere Reformbewegungen (die Irish Republican Brotherhood, die sog. Fenians, von 1867; die Land League; die Home Rule-Bewegung unter Führung von Charles Stewart Parnell) drängen auf irische Selbstverwaltung und Unabhängigkeit.

1916 Osteraufstand in Dublin: Patrick (Padrig) Pearse ruft die Republik Irland aus. Der Aufstand wird nach sechs Tagen von britischem Militär niedergeschlagen. 16 Teilnehmer werden hingerichtet.

1918 Wahlsieg der nationalistischen irischen Partei Sinn Fein (“Wir selbst”), doch Großbritannien erkennt das irische Parlament nicht an.

1919-1921 Der Unabhängigkeitskrieg mündet in die Gründung des Freistaats Irland. Sechs Grafschaften im Norden bleiben - bis zum heutigen Tag - bei Großbritannien, woran auch der anschließende Bürgerkrieg, der von 1922 bis 1923 währt, nichts ändert.

1937 Mit einer neuen Verfassung erklärt sich Irland zum selbständigen, neutralen Staat.

1939 Irland erklärt sich im 2. Weltkrieg als neutral

1949 Die 'Republik Irland' wird offiziell ausgerufen und verlässt das britische Commonwealth.

1968 Beginn der Unruhen (“the troubles”) in Nordirland. Bis zum Jahr 2000 fordert der Nordirland-Konflikt über 3500 Menschenleben.

1972 'Bloody Sunday' im nordirischen Derry: Britische Truppen erschießen 14 unbewaffnete Demonstranten. Das Belfaster Parlament wird aufgelöst, Nordirland seitdem von London aus direkt regiert.

1973 Nach einer Volksabstimmung tritt Irland der Europäischen Union bei.

1980-1981 Hungerstreik von Gefangenen der republikanischen IRA und deren Splittergruppe INLA. Zehn Menschen sterben, darunter der Unterhausabgeordnete Bobby Sands.

1994 Waffenstillstand in Nordirland.

1996 Verhandlungen über einen Frieden in Nordirland beginnen. Die IRA kündigt den Waffenstillstand auf, verübt Morde und Bombenanschläge.

1998 Erneuter Waffenstillstand. Für das Nordirland-Friedensabkommen (“Good Friday Agreement”) sprechen sich am 22.Mai 94.4 % der Iren und 71 % der Nordiren aus. Irland beschließt, den Territorialanspruch auf ganz Irland aufzugeben.

Am 15.8. Bombenanschlag der Splittergruppe “Real IRA” im nordirischen Omagh: 29 Tote, 220 z.T. Schwerverletzte.

David Trimble von der gemäßigten protestantischen Ulster Unionist Party (UUP) und John Hume von der sozialdemokratischen SDLP erhalten den Friedens-Nobelpreis.

1999 Mit der Northern Ireland Assembly, dem Regional-Parlament, erhält Nordirland Autonomie. David Trimble ist erster Minister, den Stellvertreter stellt die SDLP, weiter sind die republikanische Sinn Fein und die radikal-protestantische Democratic Unionist Party (DUP) von Reverend Ian Paisley an der Regierung beteiligt.

2000 Die Autonomie wird wieder aufgehoben, als der Friedensprozess ins Stocken gerät.



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