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Vier Uhren, vier verschiedene Zeiten

Das alte Cork der „kleinen Leute“ findet man noch in der Nordstadt Shandon jenseits des Lee. Lange ist es her, dass hier die Bauern aus ganz Irland ihre Produkte zum größten Buttermarkt Europas brachten. Ein Museum erinnert an die Zeit, als die streng kontrollierten Shandoner Butterfässer in alle Winkel des britischen Weltreichs geliefert wurden. In die Markthallen sind inzwischen ein Kunsthandwerker und das Institut für Tanz und Choreografie eingezogen.

Geblieben sind die kleinen, verwitterten Puppenstubenhäuschen, die sich unter den „Lügner mit den vier Gesichtern“ ducken. So nennen die Corker den Kirchturm, dessen vier Uhren alle eine unterschiedliche Zeit anzeigen. Auf seinem Dach glänzt statt eines Wetterhahns ein goldener Lachs, der an die Zeiten der Lachsfischerei im Lee erinnert.

Cork - Kirche in Shandon
„Lügner mit den vier Gesichtern“

Auf dem Abschlussfest der Kunsthochschule verkauft Helen aus Schweden zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Cristina selbstgemachte Porzellannasen, das Stück für 9 Euro 99. Erst interessiert sich kaum jemand für die filigranen Kunstwerke mit dem Gummiband. Doch später im Spailpin Fainac tragen viele ein Porzellannäschen im Gesicht. Nach einer Stunde sind die handbemalten Stücke ausverkauft.

Cork - Kunststudenten mit Porzellannasen
Porzellannasen auch auf der Abschlussfeier am Crawford Art College

In dem Pub mit dem unaussprechlichen gälischen Namen gegenüber der letzten einheimischen Schwarzbierbrauerei feiern die Studenten zusammen mit jungen Leuten aus ganz Europa, Japan und Nordamerika ihren Abschluss.

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