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Wer möchte und gleichzeitig keine Scheu hat fremde Menschen anzusprechen, für den ergeben sich in Beijing zahlreiche Möglichkeiten einen flüchtigen Kontakt zur Bevölkerung herzustellen. Oft schaut man in lächelnde oder in neugierig-staunende Augen. Wenn ich als Deutscher dann noch meine verloren geglaubte Körpersprache wiederentdecke, dazu meine mitgebrachten Utensilien wie Stift und Zeichenblock einsetze, steht einem Dialog zwischen Asiate und Europäer nichts mehr im Wege. Zwar verlassen wahrscheinlich beide am Ende der Begegnung lachend das Feld - in Erinnerung fröhlicher Missverständnisse.

Beijing / Begegnungen

Und was gibt es nicht noch alles zu und alleine unterwegs, im Taxi zu erreichen: bei Sonne nichts wie raus zum 11 Kilometer entfernten Sommerpalast, ein Geschenk des Kaisers Qianlong an seine Mutter. Die Residenz ähnelt eher einem Garten mit riesigen Seen, Tempeln, Türmen und Brücken, und da Sommer ist, liegt dort der Duft von Lotusblüten über dem Kunming-See (den ich natürlich per Ruderboot erkunden muss). Auch ist der berühmte Himmelsaltar Tiantan nicht weit. Ihn besucht man am besten, der Ruhe wegen, am frühen Morgen. Übrigens kennen wir sein Abbild von den Deckel der Tiger-Balm-Döschen. Sonntag heißt Zeit haben müssen für den Besuch des Panjiayuan- oder Teufelsmarktes, mit all seinen Verkäufern, den Nudelziehern und Kalligraphen, Antiquitätenhändlern und Betrügern. Bei Hunger empfiehlt vielleicht eines der wochenlang im braunen Sud eingelegten Enteneier.

Beijing / Nudelzieher

Und dann geht´s natürlich zur Großen Mauer, wäre es doch eine Schmach hier gewesen zu sein und das grandioseste Bauwerk nicht angeschaut zu haben! Mit dem Taxi ins 100 Kilometer entfernte Mutianyu zu fahren, bedeutet, den Touristenbussen aus der Hauptstadt voraus zu sein. Wie konnte Menschkraft ein solches Werk vollbringen?

Beijing / chin. Mauer

Mehrere 1000 Kilometer ist sie lang und zieht sich erhaben durch die chinesische Landschaft. Als Erinnerung gibt es die Mauer-Besteigungs-Urkunde mit Münze. Doch der Eindrücke noch nicht genug, ertönt auf der Heimfahrt nach Beijing aus den Autolautsprechern die chinesische Version von Saturday-Nightfever, während im Takt dazu einsam ein ausgeblichenes Maoporträt am Rückspiegel baumelt. Eher schaut es ein wenig zurück, denn nach vorn.

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